Wir wollen mit dem Hamburger Standard Weichen für die Zukunft stellen. Wir wollen zeigen, dass günstigeres bauen möglich ist.

Der Hamburger Standard ist eine Möglichkeit für Bauherren ihre Kosten zu reduzieren. Insgesamt ist es möglich bis zu 2.000€ pro Quadratmeter einzusparen, das sind mehr als ein Drittel der durchschnittlichen Baukosten. Für die Mieten im Neubau würde dies bedeuten, anstatt 20€ pro Quadratmeter sind es dann nur noch 12€.

Aber nochmal zurück zum Anfang, wie kam es eigentlich zu der Idee mit dem Hamburger Standard?

Das Bauen zu vereinfach ist keine neue Idee. Erste Anregungen für den Gebäudetyp E (das E steht für einfach), kamen von der Bundesarchitektenkammer.

Hamburg hat sich infolgedessen zum Ziel gesetzt das Bauen zu vereinfachen. Angefangen hat es 2024 mit der „Initiative Kostenreduziertes Bauen“. Dort haben sich über 200 Fachleute aus der Privatwirtschaft, der öffentlichen Hand und auch Juristen zusammengesetzt, um erstmal zu klären, wie so etwas in Hamburg umgesetzt werden kann. Gesetze mussten geändert werden, um den Hamburger Standard möglich zu machen.

Hamburg ist bisher das einzige Bundesland, welches die Idee des kostenreduzierten Bauens umgesetzt hat.

 

Der Hamburger Standard besteht aus drei Handlungsfeldern, welche alle zusammen die Einsparungen möglich machen. Die Handlungsfelder sind folgende:

Kostenreduzierte Baustandards:

Die Baustandards werden gesenkt, erreicht wird dies durch den Verzicht auf nicht zwingend notwendige Maßnahmen. Insgesamt 39 Abweichungen der DIN-Normen sind erlaubt. Ein Beispiele wären Balkone, wo bisher vorgeschrieben ist, dass diese mit Trittschall ausgerüstet sein müssen. Das ist allerdings gar nicht zwingend notwendig, auch nicht für die Sicherheit des Balkons. Ein weiteres Beispiel wären Flure, die nun nur noch 1 Meter statt 1,20 Meter breit sein müssen. Wieder lässt sich sagen, für die Sicherheit sind diese 20 Zentimeter nicht zwingend notwendig. Es sollen also Kosten eingespart werden bei Punkten, die die Sicherheit des Bauens nicht infrage stellen.

 

Optimierte Prozesse und Planung:

Hier soll die Qualität der Planung gesteigert werden.

 

Schnellere Verfahren:

Hierbei soll auf Seiten der Behörde verbessert werden, dass die Genehmigungs- und Planungsverfahren schneller werden. Erreicht werden soll dies, durch mehrere Maßnahmen, zum Beispiel eine übergeordnete Koordination, aber auch eine transparente Kommunikation. Dies und weitere Punkte sollen zu schnelleren Verfahren führen.

 

Die Arbeit ist aber noch lange nicht zu Ende, denn der Hamburger Standard ist ein Konzept das weiterbearbeitet werden soll. Die Welt, besonders die Bauwelt verändert sich ständig, deswegen muss dies als Startpunkt eines dynamischen Prozesses gesehen werden.